textileshift | mit Rosa Schwarz | Text, Textil und Performance | Im August und September 2024 reisten wir durch Skandinavien. Während dieser Reise versuchten wir, Antworten auf Bob Dylans Fragen zu finden, die er in seinen Liedtexten stellt. Unsere Gedanken schrieben wir in Form von assoziativen Prosagedichten auf ein Stoffband, das immer wieder verhäkelt und wieder aufgetrennt wurde. Unsere Texte haben wir im öffentlichen Raum gelesen – vorwärts und rückwärts. | 2024/25
Wutzone | mit Klara Musil | interaktive Klang- und Videoinstallation | Wenn man sich auf der Welt, aber auch im Alltag umschaut, gibt es viele Gründe, wütend zu sein. Man fragt sich: Why can’t we skip to the good part? Was tun mit all dem Grant? Zulassen, rauslassen – dann kann die Welt wieder bunter werden. Am liebsten würde man negative Gefühle und Situationen skippen – doch genau diese Vielfalt an Emotionen macht das Dasein auf der Welt lebendig. In der Wutzone am Schlachthoffestival Traunsee durften die Besucher*innen richtige Grantscherben sein und Teil des Kunstwerks werden. | 2025
agfe2o3 | mit Tibor V. H. Kovács | Gewebe und Komposition | Zusammengedacht, verwebt, verbunden. Aus einzelnen Elementen wird ein Ganzes, eine Komposition, ein Webstück. Zusammen entsteht ein Klang im Ohr „agfe2o3“ und mit ihm ein Bild, in Gedanken. Nur für mich allein und tatsächlich – sichtbar, greifbar. Ag ist die Abkürzung für Silber – flachgehämmert und um Garn gewickelt, verwebt in Stoffen aus der Zeit Mozarts. Fragmente dieses Silberlahns sind die Inspirationsquelle für das Stoffdesign. Unter dem Mikroskop sehen sie wie Musik aus. Musik auf Kassettenbändern, auf Eisen(II,III)-oxid (Fe2O3). Der Webstuhl rattert, die Inspiration, die Gedanken werden zu einem Gewebe. Und das Rattern des Webstuhls begibt sich auf eine Reise in die elektronische Musik, wird in Frequenzen, in Bausteine zerlegt, überlagert und neu zusammengesetzt. Ein musikalisches Gewebe, eine Komposition. Die Komposition, auf Kassettenbänder gespielt – Erinnerung an Silberlahn – , findet wieder zurück an seinen ursprünglichen Platz, einem Gewebe, das neue Klänge entstehen lässt. Nur für mich allein und tatsächlich – sichtbar, greifbar, hörbar. | 2023
Bin im Garten… | mit Susanne Hinterberger | interaktives Projekt, Pflanzendruck auf Stoff | Ich hinterlasse Spuren im Garten und der Garten hinterlässt Spuren auf mir. Bei einem offenen Workshop in Niederneukirchen gestalteten wir gemeinsam ein Abbild unserer Umwelt auf einer großen Stoffbahn. Verschiedene Blumen und Pflanzen wurden mit Hämmern auf den Stoff übertragen. Über den Sommer war das Kunstwerk in der Pfarrkirche Niederneukirchen zu sehen, wo die Besucher*innen die Möglichkeit hatten, ihre Gedanken zum Thema Garten und Natur mit anderen zu teilen. | 2024
Inter Loci Fe2O3 | mit Tibor V. H. Kovács | Gewebe und Komposition | Das Projekt entstand im Rahmen eines Kunstsymposions anlässlich der KulturEXPO Anton Bruckner 2024 in Oberösterreich und verwebt eine Vielzahl von Ebenen zu einem multimedialen Objekt. Anton Bruckners Motette „Locus Iste“, abstrahiert und verarbeitet von Tibor V. H. Kovács, bildet das zentrale Material des Werks. Der musikalische Schaffensprozess wurde täglich auf Tonbandkassetten aufgezeichnet. Diese Aufnahmen wurden von mir am Webstuhl zu einem greif- und erfahrbaren Objekt transformiert. Das Weben als traditionelles Handwerk bildet gemeinsam mit Bruckners Motette den Ausgangspunkt, welcher im Projekt in einen zeitgenössischen Kontext gesetzt wird. In der Ausstellung „Anton zwischen den Welten“ hatten Besucher*innen die Möglichkeit, mit einem umgebauten Walkman das Webobjekt abzuspielen und so Klang und Materialität unmittelbar zu erleben. Zur Ausstellungseröffnung präsentierten wir zudem eine akustische Performance, bei der das Gewebe, der Webstuhl und die Bearbeitung der Brucknermotette in einen live erfahrbaren Dialog gebracht wurden. | 2024
InkluSound 2023 | mit Klara Musil und in Kooperation mit dem Kunsthaus Kreativum der Lebenshilfe-Werkstätte Kapuzinerstraße | Klanginstallation und Videoarbeit | Die Idee hinter dem Projekt ist es, den Horizont unserer Sinneswahrnehmungen zu erweitern und diese auf mehreren Ebenen erlebbar zu machen. Im Kreativum haben wir die Geräusche, die während des künstlerischen Arbeitsprozesses unserer Projektpartner*innen entstanden sind, mit Körperschallmikrofonen aufgenommen. Aus diesen Klängen schufen wir eine Klangkulisse, die durch Körperschallautsprecher im Ausstellungsraum hör- und spürbar war. Ein Video gab Einblicke in die Entstehungsprozesse der Kunstwerke. | 2023
räume | Siebdruck | Auf einer 10 Meter langen Stoffbahn sind Reiseeindrücke aus Pristina abgebildet. Im Fokus steht, Räumen eine neue Bedeutung zu geben, ohne dabei die Geschichte aus den Augen zu verlieren. Räume wirken lassen, neu denken, begreifen versuchen. Räume sind wandelbar. | 2022
InkluSound | mit Klara Musil | Performance | Die Performance besteht aus Herzschlag, Stimme, Bewegung und Celloklängen. Sie lädt zum Perspektivenwechsel ein, zum vieldimensionalen Erleben. Mit Körperschallmikrofonen und Körperschalllautsprechern wird die Performance hör- und spürbar gemacht. | 2022